BTV Chur
Wut

Der Traum vom Cupfinal ist ausgeträumt

Das entscheidende Tor von Natalie Stadelmann in der vierten Minute der Verlängerung begrub die Cupfinalträume von Piranha Chur. Das Team von Mark van Rooden verpasste somit die grosse Chance den Schweizer Cup zum ersten Mal in seiner Geschichte zu gewinnen. Stattdessen dürften die Red Ants aus Winterthur im Final ihren Titel aus dem Vorjahr gegen B-Ligist Zugerland verteidigen.

Von Giovanni Marti

Die Affiche wäre eigentlich der Traumfinale gewesen. Die Paarung Piranha Chur - Red Ants Rychenberg Winterthur gab es am Sonntag aber bereits im Halbfinal. In der Winterthurer Oberseenhalle bekamen die Zuschauer ein packendes und auch spannendes Duell zu sehen, welches die Erwartungen voll und ganz erfüllte. Piranha begann aggressiv und erspielte sofort einige gute Möglichkeiten. Corin Rüttimann brachte die Bündnerinnen in der siebten Minuten mit einem ihrer gewohnt präzisen, harten Schüssen in Führung. Piranha hätte die Führung durchaus ausbauen können, doch noch sollten keine weiteren Tore fallen.

 

Gegen Ende des ersten Drittels wurde der Druck der Red Ants immer stärker. Piranha musste defensiv viel Arbeit verrichten. Auch zu Beginn des zweiten Drittels drückte Winterthur weiter und wurde in der 25. Minute mit dem Ausgleichstreffer durch Andrea Eberle belohnt. Die Winterthurerinnen hatten nun das Momentum auf ihrer Seite. Andrea Hofstetter schoss die Red Ants in der 30. Minute 2:1 in Führung. „Wir haben in dieser Phase etwas unsere Linie verloren“, meint Piranha-Trainer Mark Van Rooden. Die Bündnerinnen fingen sich wieder und verdauten den Rückstand gut. Flurina Marti glich in der 38. Minute zum 2:2 aus. Die letzte Minute des zweiten Drittels hatte es in sich. Zuerst nutzte Daniela Stettler einen Fehler in der Churer-Abwehr kaltblütig zur erneuten Führung für die Red Ants aus. Mirca Anderegg glich aber noch kurz vor der zweiten Sirene mit einem sehenswerten Treffer zum 3:3

 

Fünf Powerplays nicht genützt

 

Im letzten Drittel blieb die Partie spannend, unterhaltsam und ausgeglichen. Es waren aber vor allem wieder die Bündnerinnen, welche mehrere gute Chancen nicht verwerteten. Vor allem die Überzahlsituationen liessen am Sonntag leider zu wünschen übrig. „Im Powerplay fehlte uns die letzte Entschlossenheit, der letzte Biss. Wir hätten aus diesen vielen Überzahlsituationen einfach Tore machen müssen“, erklärt Mark van Rooden. In der Tat war Chur vielleicht das bessere, die Red Ants am Ende aber das glücklichere Team. Man schrieb die vierte Minute der Verlängerung, die Winterthurerinnen agierten in Überzahl. Natalie Stadelmann fand die Lücke und bezwang mit einem satten Schuss Chur-Goalie Sara Vitetti. Aus und vorbei. Den Churerinnen blieb das Nachsehen und vor allem mussten sie mit ansehen, wie sich die Red Ants über den Finaleinzug freuten. „Schade, wir hatten es selber in der Hand aber wir haben zum Teil mit zu wenig Entschlossenheit agiert. Wir müssen uns im Hinblick auf die Playoff diesbezüglich wieder verbessern“, analysiert Mark van Rooden.

 

 

zurück...

09.01.2011

Red Ants Winterthur
piranha chur (Cup)

4:3 (0:1, 3:2, 0:0, 1:0 n.V.)

Oberseen, Winterthur. 458 Zuschauer. SR Brändle/Niedermann. Tore: 7. Rüttimann (Ulber) 0:1. 25. Eberle (Stettler) 1:1. 30. Hofstetter (Nötzli) 2:1. 38. Marti (Pasanen) 2:2. 40. Stettler (Eberle) 3:2. 40. Anderegg 3:3. 64. Stadelmann (Eberle) 4:3. Strafen: 5mal 2 Minuten gegen R.A. Rychenberg Winterthur. 3mal 2 Minuten gegen Piranha Chur.