Interview Lara Heini – Teil 2

12. Mai 2018

Im zweiten Teil des Interviews haben wir uns mit Lara über ihren Wechsel nach Göteborg zu Pixbo Wallenstam unterhalten.

Interview Teil 1

Lara, du verlässt piranha im Sommer Richtung Göteborg. Was löst das in dir aus?

So ganz begriffen habe ich es, glaube ich, immer noch nicht. Mit der Verabschiedung am Saisonabschluss letzte Woche ist es schon ein wenig konkreter geworden… Aber im Moment bin ich immer noch verwundert, dass ich die Mails der piranha-Trainer nicht bekomme zum Beispiel:). Bis ich dann merke, dass ich ja gar nicht mehr dabei bin. Auf der anderen Seite freue ich mich sehr und vor allem bin ich extrem neugierig. 

Hast du schon Kontakt mit deinem neuen Team? Kennst du schon Spielerinnen von Pixbo?

Bis jetzt eigentlich nur mit dem Goalie-Trainer. An der Eurofloorballtour habe ich Laura Manninen aus dem Finnischen Team kennengelernt. Ausserdem wird mit Mia Karjalainen immerhin ein bekanntes Gesicht (Red. ex-piranha) auf mich warten. Ich bin extrem glücklich, dass Mia sich ebenfalls zu einem Wechsel nach Göteborg entschieden hat. Ich freue mich, wieder mit ihr zusammenspielen zu können. Eine Mitspielerin hat mich letzte Woche auf Instagram kontaktiert, was mich sehr gefreut hat. Seither habe ich ein paar Mal mit ihr geschrieben und daher ein paar Informationen erhalten.

Was wirst du voraussichtlich am meisten vermissen von deiner Heimat/deinem Team?

Die Berge und das Leben hier. Ich bin ziemlich (sehr fest) heimatverliebt, aber ich denke es wird mir auch gut tun:). Das Team und die einzelnen Menschen darin werde ich sehr vermissen. Unihockey ist für mich piranha und die Menschen dahinter. Ich kann mir eigentlich gar nicht vorstellen, ohne gewisse Spielerinnen zu spielen, da wir auch neben dem Feld extrem viel unternommen haben. Meine Familie natürlich auch. Ich bedaure es ein wenig, dass ich die nächsten Schritte zum Profi, so hoffe ich, von meinem Bruder nicht mehr wirklich erleben kann. Ich würde gerne seine Hockeykarriere hier mitverfolgen und unterstützen. Auch mein Leben, dass ich zur Zeit in St. Gallen habe, werde ich vermissen, denn ich habe auch dort viele tolle Menschen kennenlernen dürfen. Ich bin mir aber sicher, dass viel Neues und Tolles dazu kommen wird und dass ich die wichtigsten Sachen hier nicht verlieren werde. Schliesslich habe ich ja nicht vor, für immer weg zu sein:).

Was sind deine sportlichen und persönlichen Ziele in Schweden?

Ich hoffe, dass ich mich schnell an das neue Team und das neue Spiel dort gewöhnen kann. Da ich von Beginn weg relativ viel Verantwortung habe, versuche ich den Erwartungen des Teams und von mir persönlich relativ schnell gerecht zu werden. Natürlich gehe ich nicht einfach nach Schweden, um dort einmal gespielt zu haben. Mein Ziel mit dem Team ist klar die Meisterschaft zu gewinnen. Andererseits möchte ich mich persönlich weiterentwickeln, damit wir in zwei Jahren an der Heim-WM unteranderem die Schweden schlagen!


Liebe Lara, danke für das Interview! Viel Erfolg bei der Sportlerwahl und einen guten Start in dein Schweden-Abenteuer!

Bilder: Erwin Keller