Piranha Chur fertigt den Titelverteidiger mit 8:3 ab
Piranha Chur bleibt im Schweizer Frauen-Unihockey das Mass aller Dinge. Die Bündnerinnen gewannen auch ihr zehntes NLA-Meisterschaftsspiel – gestern Abend zu Hause gegen Titelverteidiger Red Ants Winterthur mit 8:3.
«Solange wir unser Konzept durchziehen, sind wir sehr stark», konnte Piranha-Trainer Mark van Rooden nach dem Spitzenkampf mit Genugtuung feststellen. Auch wenn die Winterthurerinnen zurzeit wegen Abgängen und Verletzten nicht mehr über die Kadersubstanz des letzten (Meister-)Jahres verfügen, freute sich der Coach über die acht teilweise herrlich herausgespielten Tore. Weniger erbaut zeigte sich van Rooden über die beiden Gegentreffer, mit denen die Gäste im Mitteldrittel zwischenzeitlich auf 2:4 verkürzten. Der Trainer führte diese auf Konzentrationsmängel zurück. Ausgerechnet sein Paradeblock stand beiden Male auf dem Feld.
Die Partie sicher im Griff
Piranha Chur lief allerdings nie Gefahr, die ersten Punkte in dieser Saison abgeben zu müssen. Bereits nach 67 Sekunden schoss Mira Anderegg die Bündnerinnen mit einer zielstrebigen Einzelaktion in Führung. Und in der sechsten Minute legte sie den Ball Corin Rüttimann einschussbereit zum 2:0 auf. Bereits ab Mitte des ersten Drittels setzte van Rooden auch seinen dritten Block ein. Die Gäste hingegen mussten ihre Kräfte bündeln, standen ihnen doch nur gerade zwölf Feldspielerinnen zu Verfügung.
Piranha Chur, das seine Sponsoren und Donatoren eingeladen hatte, nutzte das Spiel auch zu guter Werbung in eigener Sache. Die Bündnerinnen gefielen mit schnellen Angriffsauslösungen und gelungenen Kombinationen. Nachlässigkeiten im Abschluss und die reaktionsschnelle Jana Christianova im Red-Ants-Tor waren verantwortlich dafür, dass das Skore erst in den Schlussminuten das Ausmass eines Kanterresultats annahm. Bis vor dieser Partie hatten die beiden Teams erst je 19 Gegentore zugelassen. Jetzt sind die Churerinnen nicht nur in dieser Sparte klar Spitze. Mit mittlerweile 77 Toren führen sie auch die «Trefferrangliste» deutlich an.
Noch zwei Wochen bis zum WM-Start
Morgen beginnt das Schweizer Unihockey-Nationalteam bereits die unmittelbare Vorbereitung auf die Heim-WM im St.?Gallen. Zum Kader gehören auch die fünf Piranha-Verteidigerinnen Sabrina Arpagaus, Ramona Gabathuler und Simona Streiff sowie die Churer Stürmerinnen Mirca Anderegg und Corin Rüttimann. Die Schweiz bestreitet ihr erstes WM-Spiel heute in zwei Wochen gegen Russland. Weiter trifft sie in den Gruppenspielen tags darauf auf Holland und am Mittwoch, 6.?Dezember, auf Polen.
19.11.2011
piranha chur
Red Ants Winterthur
8:3 (2:0, 2:2, 4:1)
Piranha Chur – Red Ants Winterthur 8:3 (2:0, 2:2, 4:1)
Gewerbeschule Chur. – 328 Zuschauer. – SR: Schläppi/Stähli.
Tore: 2. Anderegg 1:0, 6. Rüttimann (Anderegg) 2:0, 27. Dominioni (Rossier) 3:0, 29. Marti (Gabathuler) 4:0, 33. Bernhardsgrütter 4:1, 38. Bühler (Bernhardsgrütter) 4:2, 50. Zwinggi (Pasanen) 5:2, 52. Ulber (Zwinggi) 6:2, 58 (57:13). Bühler (Bernhardsgrütter) 6:3, 59. (58:14) Sgier (Anderegg) 7:3, 59. (58:25) Pasanen (Zwinggi) 8:3.
Strafen: 2-mal 2 Minuten gegen Piranha Chur, Red Ants Winterthur keine.
Piranha Chur: Vitetti; Streiff, Arpagaus; Marti, Gabathuler; Bürgi, Kornberger; Sgier; Anderegg, Rüttimann, Russi; Ulber, Pasanaen, Frank; Rossier, Dominioni, Kindschi; Zwinggi, Putzi.
Red Ants Winterthur: Christianova; Kokko, Karin Stettler; Kunz, Casutt; Meienhofer, Hofstetter, Frick; Bernhardsgrütter, Scheidegger, Bühler; Räss, Obrist.
Bemerkungen: Piranha Chur ohne Ukkonen (Fingerverletzung(, Red Ants Winterthur ohne Daniela Stettler, Dirksen und Möglichova (beide verletzt). – Karin Stettler verletzt ausgeschieden (20). – ab 21. bei
Piranha Chur Zwinggi für Frank. – Pfostenschuss Kunz (38.).









