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Wut

piranha gewinnt die Halbfinalserie gegen Bern Capitals

Titelverteidiger Piranha Chur steht erneut im Unihockey-Play-off-Final. Die Churer Nationalliga-A-Ligistinnen gewannen gestern auch das dritte Spiel der Best-of-5-Serie gegen Bern, diesmal mit 8:4.

Von Jonas Schneeberger

Piranha-Trainer Mark van Rooden hatte es erwartet: Wie in den beiden vorangegangenen Spielen der Play-off-Halbfinalserie mauerten die Bernerinnen auch gestern in der Churer Gewerbeschule ihre Abwehrzone von Beginn weg zu. Geradezu aufmüpfig zogen sie sich von der ersten Sekunde an in die eigene Hälfte zurück. «Das ist ihr gutes Recht», kommentierte van Rooden trocken. Verübeln konnte er es den Bernerinnen nicht. Denn in der Qualifikation hatten diese gegen Piranha Chur zweimal versucht, spielerisch dagegenzuhalten, und zweimal waren sie gröber auf die Nase gefallen.

 

Die Mauer-Taktik der spielerisch brutal unterlegenen Bernerinnen ging wesentlich besser auf: Zum dritten Mal im dritten Spiel schafften sie es, das Geschehen lange offenzuhalten. Zählbares schaute aber nach 60 Minuten trotzdem nie heraus, denn auch im dritten Vergleich behielt Piranha die Nerven und hatte die Klasse, die Berner Mauer zum Fallen zu bringen.

 

Zwischenzeitlich in Rückstand

 

In der eigenen Zone machten die Gäste aus Bern die Räume dermassen eng, dass die Churer Titelvereidigerinnen auch im dritten Spiel ihre liebe Mühe bekundeten – trotz phasenweise Powerplay-ähnlichen Szenen im Berner Abwehrdrittel. Zwar waren gestern keine drei Minuten gespielt, da hatten die Churerinnen durch Captain Sabrina Arpagaus den gegnerischen Abwehrriegel ein erstes Mal geknackt, und Sonja Putzi schoss nach dem postwendenden Ausgleich Chur erneut in Führung. Weil die Bernerinnen aber ihre Chancen – meist waren es Konter – äusserst effizient nutzten, lagen die Churerinnen zwischenzeitlich 2:3 zurück. Zuzuschreiben hatten das die Churerinnen wiederholt auch fatalen Ballverlusten in den Vorwärtsbewegung. In Rückstand lagen sie indes nur während 36 Sekunden, denn kurz vor dem ersten Pausenpfiff glich Simona Streiff per Weitschuss aus.

 

Von den überlegenen Churerinnen war gestern Geduld gefragt. In der 37. Minute zahlte sich dies aus: Ramona Gabathuler legte mit einem präzisen Weitschuss die Basis zum Finaleinzug. Nach dem 4:3 präsentierten sich die Gastgeberinnen – mit wenigen Ausnahmen – hinten gefestigter. So führten die Berner Konter nicht mehr zum Ziel.

 

Riegel im Schlussdrittel geknackt

 

Nachdem Corin Rüttimann kurz nach der zweiten Drittelspause das 5:3 erzielt hatte, öffneten die Bernerinnen erstmals die Räume – was sich für die Gäste anfangs ausbezahlte: Nur eine Minute später waren sie dank Captain Regula Schori wieder dran. Als Gaba thuler eine Strafe absass – die einzige des Spiels –, boten sich den Bernerinnen sogar mehrere hochkarätige Chancen zum Ausgleich. Sie nutzten sie aber nicht, und prompt sorgten Mirca Anderegg als Passgeberin und Rüttimannn als Vollstreckerin zum 6:4 per Konter für die Vorentscheidung. In der Folge war der Bann gebrochen. Erneut Rüttimann mit ihrem dritten Treffer und Karoliina Kujala trafen noch zum 8:4-Schlussstand.

 

Mit wem es Piranha Chur im Final zu tun bekommt, steht noch nicht fest. Im anderen Halbfinal führt Winterthur gegen Dietlikon nach dem 4:3-Sieg nach Penaltyschiessen in der Serie mit 2:1

 

 

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19.03.2011

piranha chur
Bern Capitals

8:4 (3:3, 1:0, 4:1)

Gewerbliche Berufsschule, Chur. 279 Zuschauer. SR Anderhalden/Heri.

Tore: 3. Arpagaus (Kujala) 1:0. 4. Flückiger (Locher) 1:1. 7. Putzi (Russi) 2:1. 16. Bärtschi 2:2. 20. Schori (Stettler) 2:3. 20. S. Streiff (Arpagaus) 3:3. 37. Gabathuler (Marti) 4:3. 41. Rüttimann (Anderegg) 5:3. 42. Schori (Locher) 5:4. 47. Anderegg (Rüttimann) 6:4. 51. Rüttimann (Arpagaus) 7:4. 59. Kujala (Arpagaus) 8:4.

Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Piranha Chur. keine Strafen gegen Bern Capitals.