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Wut

piranha gewinnt knapp gegen Dürnten

Piranha Chur beisst sich fast die Zähne aus: Gegen die Riders Dürnten hat sich Piranha Chur gestern in der 4. Frauen-NLA-Unihockey-Runde sehr schwer getan: Nur knapp mit 4:2 setzten sich die Churerinnen gestern im Heimspiel durch. Damit bleibt Chur an der Tabellenspitze.

Von Reto Voneschen (Die Suedostschweiz)

 

Unihockey - Riders (Ritter) nennt sich die Multikulti-Truppe aus Dürnten. Multikulti deshalb, da im Team des ehemaligen Australischen Nationaltrainers Jürg Kihm neben vielen Schweizerinnen, auch eine Finnin, eine Amerikanerin, zwei Deutsche und zwei Australierinnen mitspielen. Die "Glücksritterinnen" aus dem Zürcher Oberland entpuppten sich gestern als harte Knacknuss für die Churer Piranhas. Erst in der 45. gingen die Churerinnen dank der eingewechselte Géraldine Rossier erstmals in Führung. Ebenfalls Rossier erzielte 18 Sekunden vor Schluss den lang erwarteten 4:2-Siegestreffer.

 

Chur zweimal im Rückstand

 

Zuvor waren die Zürcherinnen zweimal in Führung gegangen. Erst traf die junge Fabienne Gerber (8.), danach die Finnin Jenni Timonen (22.). Dazwischen glichen die Churerinnen nur dank eines Riders-Eigentors aus (14.). Im Mitteldrittel verbarrikadierten die Zürcherinnen ihr Tor vor der starken Heidi Jud buchstäblich. Erst ein kerniger Weitschuss von Sabrina Arpagaus fand den Weg zum 2:2 ins Tor (34.). Schon lange ist es her, seit ein Ausgleichstreffer so laut von den 173 Churer Zuschauern bejubelt wurde.

 

Steigerungspotenzial im Angriff

 

Nicht nur mit der massierten Abwehr, sondern auch mit den kecken Gegenstössen taten sich die Churer Piranhas äusserst schwer. Mehrmals im letzten Drittel hatten die Zürcherinnen den Ausgleich auf dem Stock. Trotzdem war der Churer Sieg absolut verdient, da sie viel mehr fürs Spiel taten. Trotz den gefühlten 80 Prozent Ballbesitz konnten sie aber wenig zwingende Chancen kreieren. Für den Spitzenkampf nächsten Samstag gegen das ebenfalls noch ungeschlagene Dietlikon besteht noch einiges Steigerungspotenzial.

 

 

 

Piranha Chur - Riders Dürnten 4:2 (1:1, 1:1, 2:0)

Gewerbeschule. - 173 Zuschauer. - SR Elmer/Schellenberg.

Tore: 8. Gerber (Lischer) 0:1. 14. Eigentor 1:1. 22. Timonen (Keogh) 1:2. 34. Arpagaus (Streiff) 2:2. 45. Rossier (Zwinggi) 3:2. 60. Rossier (Zwinggi) 4:2.

Strafen: keine.

Chur: Vitetti; Arpagaus, Streiff; Gabathuler, Marti; Korn, Zulij; Rüttimann, Ukkonen, Anderegg; Russi, Ulber, Fausch (41. Frank); Dominioni, Zwinggi, Kindschi (41. Rossier).

Dürnten: Jud; Altweg, Lischer; Buchs, Gerdes; Widmer, Bieri; Gerber, Muuri, Schudel; Timonen, Benz, Keogh; Schmucki, Pfister, Knecht.

Bemerkungen: Chur ohne Girelli, Pasanen, Putzi (verletzt), Sgier, Beer (überzählig), Dürnten ohne Kihm, Obrist (verletzt). - 57. Time-out Dürnten.

 

Archivbild (unihockey-pics.de): Die zweifache Torschützin Géraldine Rossier

 

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