Luana Rensch

19. Oktober 2016

In der Rubrik „piranhas im Fokus“ werden in unregelmässigen Abständen Interviews und Berichte über Akteurinnen und Akteure aus dem Verein und Umfeld von piranha chur aufgeschaltet.


Die 16-jährige Luana Rensch (Jahrgang 2000) hat am Freitag beim Spiel gegen die Bern Burgdorf Wizards ihr Debut in der ersten Mannschaft von piranha chur gegeben. Nominell bestreitet sie ihre zweite Saison mit der U21 von piranha. Rensch wird auch in der neu formierten U19 Nationalmannschaft eine wichtige Rolle einnehmen. Das Ziel der jungen Schweizerinnen ist ehrgeizig – an der Heim-WM im Mai 2018 soll nach 2008 erneut Gold gewonnen werden.

Luana, du hast am Wochenende dein NLA-Debut gegeben. Dies gegen die beiden Topteams UHC Dietlikon und die BeBu Wizards. Wie fühlst du dich?

Ich fühle mich sehr gut. Ich hätte nicht gedacht, dass ich so viele Spielminuten absolvieren durfte. Es ist ein viel schnelleres Tempo und ein härteres Körperspiel als in der U21 und ich bin sehr froh darüber, dass ich diese Erfahrung in meinem Alter schon machen konnte. Ich fühle mich auch gut, weil mich alle unterstützt haben.

Im Spiel gegen die Wizards sind zu Beginn einige arrivierte Spielerinnen auf der Bank gesessen, du konntest aber auf dem Feld stehen und spielen. War das speziell für dich?

Ja, es war sehr speziell für mich. Am Anfang dachte ich, ich sei im falschen Film aber das war nicht der Fall. Ich hätte nie gedacht, dass ich vor einer Flurina Marti oder Seraina Ulber spielen darf.

Aus den beiden Spitzenspielen konnten 5 von 6 Punkten nach Chur geholt werden. Bist du mit deiner Leistung und deren des Teams zufrieden?

Mit meiner Leistung vom Spiel gegen Burgdorf eher weniger aber dafür ist das Spiel gegen Dietlikon umso besser gelaufen. Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung des Teams. Das Team stand auch im Penalty schiessen fest zusammen, es motivierten sich alle gegenseitig. Das war sicher auch ein ausschlaggebender Punkt, dass wir gegen Burgdorf gewonnen haben.

Wie bist du in der ersten Mannschaft aufgenommen worden? Einige Spielerinnen sind bis zu 15 Jahre älter als du.

Ich bin sehr gut aufgenommen worden. Die viel erfahreneren Spielerinnen halfen mir und gaben mir auch immer gute Tipps, was ich besser machen könnte. Wegen des Altersunterschieds habe ich mir keine Gedanken gemacht, Respekt hat man natürlich schon.

Im November steht die erste EFT mit der „neuen“ U19 Nationalmannschaft an. Es werden deine ersten offiziellen Länderspiele sein. Was erwartest du von diesem Turnier?

Ich erwarte spannende Spiele und dass ich viele Erfahrungen sammeln kann. Ich hoffe auch, dass wir als Team kämpfen und nicht aufgeben. Viel mehr erwarte ich nicht, ich lasse es auf mich zukommen. Aber der Spass darf natürlich nicht fehlen;)

Und zum Schluss… Du bist mit deinen jungen Jahren schon weiter gekommen als einige andere Spielerinnen. Wohin wird dein Weg führen? Was hast du für Ziele im Unihockey?

Wo genau mein Weg hinführen wird weiss ich noch nicht. Mein Ziel ist es in der NLA und später vielleicht mal in der Frauen Nationalmannschaft zu spielen.

Vielen Dank für das Interview und viel Glück & Erfolg auf deinem weiteren Weg!