Superfinal verloren

24. April 2017

Piranha kann den Meistertitel in dieser Saison nicht mehr verteidigen und verliert den zweiten Final in dieser Saison. Nach dem Silber im Cup folgt nun auch „nur“ Silber in der Meisterschaft.

Text: Unihockey.ch, Constantin Streiter / Bild: swissunihockey (Imagepower.ch/Fabian Trees)

Piranha Chur erwischte den besseren Start in den Superfinal und hatte in den ersten Minuten die einzigen Torchancen. In der 6. Minute gelang Captain Seraina Ulber das 1:0 aus dem Slot, wo sie den frei liegenden Ball als erste unter Kontrolle brachte. Ab der Mitte des ersten Drittels kam Dietlikon besser in die Partie. Nach einem Fehler im Spielaufbau von Chur gelang Linda Pedrazzoli der Augleich. Danach gestaltete sich ein ausgeglichenes und zum Teil auch ziemlich ruppiges Spiel zwischen beiden Teams, welches aber ohne Strafen oder weitere Tore in die erste Pause ging.

Das zweite Drittel bot ein etwas anderes Bild, nun war Dietlikon aktiver. In der 25. Minute erzielte Linn Lundström das 2:1 nach herrlicher Vorarbeit von Topskorerin Gämperli. Danach wogte das Spiel hin und her, beide Teams hatten einige sehr gute Torchancen, brachten den Ball jedoch nicht im gegnerischen Tor unter. Am gefährlichsten wurde es für Dietlikons Torhüterin Monika Schmid in der 38. Minute, als Silja Eskelinen den Pfosten traf, doch auch nach heftigem Gestocher der Churerinnen im Slot ging der Ball nicht über die Linie. Die Führung nach zwei Dritteln für Dietlikon war nicht unverdient, Piranha musste sich aber aufgrund vergebener Chancen und einiger Schnitzer in der eigenen Spielfeldhälfte auch bei der eigenen Nase nehmen.

Im dritten Drittel ging es für Piranha in ähnlichem Stile weiter – gleich drei hochkarätige Chancen vergaben die Bündnerinnen. Postwendend wurde dies von Dietlikon bestraft: Nach einem Energieanfall über die linke Spielfeldseite in der 46. Minute verwertete Karin Güttinger den Abpraller ihres eigenen Schusses, und nur eine halbe Minute später erhöhte Pedrazzoli nach schöner Vorarbeit von Gämperli auf 4:1. Das Timeout von Mirco Torri rüttelte Piranha dann aber wach, wiederum nach nur einer halben Minute gelang der Anschlusstreffer zum 2:4 aus Churer Sicht. Sundholm hatte den Ball nach einem weiteren Pfostenschuss unglücklich ins eigene Tor befördert.

Die Churer Hoffnungen auf eine Wende in diesem Spiel hielten jedoch nicht sehr lange an, zu sicher kontrollierte Dietlikon in der Folge auch unter Druck Ball und Spiel. In der 56. Minute traf Isabelle Gerig – vor dem Tor sträflich alleine gelassen – zum vorentscheidenden 5:2 für Dietlikon. Auch dieses Tor wurde von Andrea Gämperli sehenswert vorbereitet. Und das erfolgreichste Duo der laufenden Playoffs setzte noch einen drauf: wieder Gerig auf Pass von Gämperli erhöhte auf 6:2, allerdings in das bereits leere Tor von Piranha. Sindy Rüegger, erneut ins leere Tor, setzte mit dem 7:2 den Schlusspunkt in dieser Partie.

Der Sieg von Dietlikon war aufgrund der Steigerung im zweiten Drittel und einer letztendlich sehr abgeklärten Leistung absolut verdient. Somit endet die Titel-Serie für Piranha nach fünf gewonnenen Finals.


UHC Dietlikon – Piranha Chur 7:2 (1:1; 1:0; 5:1) 
Swiss-Arena, Kloten. 6’811 Zuschauer. SR: Manser/Lehmann.
Tore: 6. Ulber (Spichiger) 0:1, 13. Gämperli (Pedrazzoli) 1:1, 25. Lundström (Gämperli) 2:1, 46. (45:21) Güttinger 3:1, 46. (45:49) Pedrazzoli (Gämperli) 4:1, 47. ((46:16) von Rickenbach (Eigentor Sundholm) 4:2, 56. Gerig (Gämperli) 5:2, 59. (58:46) Gerig (ins leere Tor) 6:2, 60. (59:22) Rüegger (Zellweger/ins leere Tor) 7:2.
Strafen: keine.
Dietlikon: Schmid; Lundström, Mertsalmi; Bürgi, Sundholm; Gerig, Gämperli, Pedrazzoli; Güttinger, Stella, Ackermann; Streiff, Zwissler, Zellweger.
Chur: Heini; Eskelinen, Gredig; Sgier, Marti; Dominioni, Ulber, Spichiger; Ludwig, von Rickenbach, Putzi; Zwinggi
Bemerkungen: 46. Time-Out Chur, 59. Time-Out Dietlikon. 38. Pfostenschuss Eskelinen, 59. Pfostenschuss Sgier. Chur ab 57:20 mehrheitlich ohne Goalie.