10 Jahre Schweizer Meister – Teil 4

10. April 2020

Vor zehn Jahren war es soweit: Piranha chur holte sich die erste Schweizer Meisterschaft der Geschichte! Es war der Startschuss in eine sehr erfolgreiche Dekade. In einer vierteiligen Serie schauen wir nochmals auf die Geschehnisse der historischen Saison 2009/10 zurück.

Teil 4 – Playoff-Final Spiel 3 + danach

Das erste Matchball-Spiel hat am 10. April 2010 in Chur stattgefunden. Wiederum war die GBC ausverkauft. Offiziell waren also 950 Zuschauer mit dabei – inoffiziell dürften es über 1000 gewesen sein. Piranha startete mit viel Überzeugung und Selbstvertrauen ins Spiel. Bis zur Spielmitte (31. Minute) und zwei Toren von Elina Kujala und einem Treffer durch Seraina Ulber konnte dann auch eine 3:0-Führung herausgespielt werden. In doppelter Unterzahl musste der erste Gegentreffer (33.) durch Silvana Nötzli eingesteckt werden. Der jungen Corin Rüttimann war dies zu viel. Sie fasste sich ein Herz und brachte piranha dank einem Doppelschlag (34./35.) einen entscheidenden Vorsprung zum Zwischenstand von 5:1. Wiederum zeigte Nötzli ihre Zähne und schoss vor der zweiten Pause das zweite Tor für Winterthur.

Torjubel nach einem von Rüttimanns Treffer

 

Im letzten Abschnitt gelang den Red Ants ein weiterer Treffer. Dem gegenüber standen aber zwei Treffer von Mirca Anderegg und das dritte Tor an diesem Abend von Elina Kujala. Auch kurz vor Schluss waren sich einige ältere Spielerinnen dem positiven Ende nicht ganz sicher. Nach dem Schlusspfiff und dem Endresultat von 8:3 gab es kein Halten mehr! Alle lagen sich in den Armen und die obligate Parole „Meister, Schwiizermeister“ hallte durch die proppenvolle Gewerbeschule.

Jubel bei den Spielerinnen von piranha

 

Die Freude über den erstmaligen Meistertitel für piranha war riesig. Bei den Spielerinnen sowieso, aber auch bei allen Anghörigen und Fans war die eine oder andere Freudenträne sichtbar. Selbst Coach Mark van Rooden zeigte seinen Emotionen zwischenzeitlich freien Lauf und freute sich über das Erreichte.

Zuschauer in der vollen GBC (Zoomen lohnt sich)

 

Mark van Rooden mit Emotionen

 

Auch die schreibende Presse in Person von Reto Voneschen und Hansruedi Camenisch freute sich mit den Churer Unihockeyanerinnen mit:

SO_2010-04-11_Piranha Chur vollendet Meisterstück

SO_2010-04-12_Piranha im Meistertaumel

Bildergalerie (Damian Keller, unihockey.ch)

Hier einige Erinnerungen der Spielerinnen an diese legendäre Zeit:


Zum Abschluss
Der Chronist Hansruedi Camenisch hatte nicht unrecht mit seinem Kommentar:
„Das Churer Meisterteam hat nun gar die Chance, das Schweizer Frauen-Unihockey in den nächsten Jahren zu prägen. Die aktuelle, auch hinter den beiden in den Playoffs forcierten Paradeblöcken gut bestückte Equipe bleibt weitgehend zusammen. Und der Nachwuchs drängt; auch das U21-Team wurde gestern Schweizer Meister“

Zwischen der Saison 2009/10 und heute folgten sechs weitere Meisterschaften (2011/12, 2012/13, 2013/14, 2014/15, 2015/16, 2017/18) und drei Cupsiege (2013, 2018, 2020) sowie drei Siege des im Jahre 2015 eingeführten Supercups (2017, 2018, 2019).

Titelbild: Damian Keller


Teil 3: Playoff-Final Spiel 1+2

Teil 2: Playoff-Halbfinal + Team

Teil 1: Qualifikation + Finalrunde