Sieg mit „Stängeli“ vor der Natipause

24. Januar 2019

Vor der zweiwöchigen Natipause mussten die Jungfische nochmals auswärts antreten. Die jungen Churerinnen mussten sich als klarer Favorit gegen Schlusslicht WASA beweisen. Der Start der Jungfische war etwas harzig und das erste Drittel blieb spannend. Mit der Zeit fanden sie aber immer besser ins Spiel und zeigten den St. Gallerinnen, warum sie in der Tabellenspitze platziert sind. Sieben verschiedene Spielerinnen konnten sich als Torschützinnen auszeichnen. Nach harten Spielen gegen die Red Ants und Frauenfeld konnten die Churerinnen wieder Selbstvertrauen tanken.  

Die Jungfische reisten mit einem grossen Kader nach St. Gallen. Der Start der Churerinnen war aber eher zurückhaltend und sie konnten nicht wirklich überzeugen. Die gewohnte Kreativität und auch die Sicherheit der Spielerinnen fehlte. Trotzdem dominierten die Jungfische das Spiel. Das erste Tor liess allerdings lange auf sich warten, da die Auswertung der Torchancen nicht sehr effizient war. Bevor die Jungfische in Führung gehen konnten, mussten sie eine Strafe wegen Stockschlag hinnehmen. Das Boxplay der Jungfische war wie gewohnt sehr stabil und defensiv kompakt. Durch eine schöne Spielkombination konnte piranha sogar in Unterzahl mit einem wunderschönen Shorthander in Führung gehen. Das 2:0 und auch das 3:0 liessen nicht lange auf sich warten. Mittlerweile waren die Jungfische im Spiel angekommen und hatten schon eine angenehme Führung auf ihrer Seite. Nach dem letzten Tor der Churerinnen waren gerade noch eine Minute im ersten Drittel zu spielen. Die Jungfische nahmen es etwas zu gemütlicher und die St. Gallerinnen konnten dank einer unaufmerksamen Defensive auf das 3:1 verkürzen. So hiess es 3:1 zur Pause. 

Die jungen Churerinnen lernten aus ihrem Fehler im ersten Drittel und schalteten im zweiten Drittel wieder einen Gang hoch. Keine drei Minuten musste man warten, bis piranha seine Führung erhöhte. Die Jungfische liessen von diesem Moment an den Gegnerinnen keine Chance mehr und man spielte hauptsächlich in der Zone von WASA. Vor dem Tor der Gegnerinnen war es stets brenzlig und es lag nur an den Jungfischen, dass das Spiel nicht schon längst entschieden worden war. Die Torchancen der Churerinnen wurden nicht verwertet und es fehlte drastisch an Genauigkeit. Erst 10 Minuten nach dem 4. Tor konnten die Jungfische erhöhen. Auch ein Time-Out von WASA brachte sie nicht aus dem Konzept und man schoss noch in diesem Drittel das 6:1 und das 7:1. Für das letzte Tor brauchten die Jungfische nicht einmal 10 Sekunden um es zu schiessen. 

Mit einem guten Vorsprung starteten die Jungfische in das letzte Drittel. Der Schwung aus dem zweiten Drittel konnte mitgenommen werden und man erhöhte innerhalb von sieben Minuten auf 11:1. Alle vier Tore wurden von verschiedenen Torschützinnen erzielt. Fast das ganze letzte Drittel spielte sich das Spiel in der Zone von WASA ab und die Churerinnen liessen den Gegnerinnen fast keine Chance. Auch wenn die St. Gallerinnen einmal kontern konnten, hatten die Jungfische sie schnell wieder unter Kontrolle. Nach dem 11. Treffer nahm das Tempo von piranha ab und sie wurden nur drei Minuten später durch einen Gegentreffer bestraft. Die verbliebenen Minuten dominierten die Jungfische wieder, aber zu einem weiteren Treffer kam es nicht mehr. Als die Schlusssirene läutete, konnte man als Sieger vom Platz gehen. Das Skore lautete schlussendlich 11:2.

Die U21 von piranha chur konnte ihrer Favoritenrolle nachgehen und konnte sogar mehr als zehn Tore schiessen. Jedoch war die Abschlussqualität nicht sehr hoch und die Churerinnen hätten das Spiel schon früher für sich entscheiden müssen. Dank dem hohen Sieg konnten die Jungfische wieder mehr Selbstvertrauen tanken und mit einem guten Gefühl in die Natipause gehen. Die zweiwöchige Spielpause wird effizient genutzt, um den letzten Schliff vor den Playoffs zu erhalten. Nach der Pause werden die Jungfische mit vollem Tank und viel Motivation ihre letzte Doppelrunde antreten können. 

von Carmen Berchtold


Waldkirch-St. Gallen – piranha chur 2:11 (1:3, 0:4, 1:4)
Sporthalle Tal der Demut, St. Gallen. 35 Zuschauer. SR Eisenmann/Roth.
Tore: 13. A. Mettier (L. Ediz) 0:1. 17. G. Kasper (V. Koch) 0:2. 20. V. Koch 0:3. 20. E. Keller (J. Manetsch) 1:3. 23. A. Schneller 1:4. 33. V. Koch (G. Kasper) 1:5. 35. L. Ediz 1:6. 40. A. Mettier 1:7. 45. A. Mettier (D. Koch) 1:8. 47. V. Koch (S. Hagmann) 1:9. 51. A. Loher (J. Blumenthal) 1:10. 52. D. Koch 1:11. 56. V. Pema 2:11.
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen piranha chur